Gegen Telefonterror und Gewinnspielbetrug am Telefon

Der Weg unserer Daten – Hebt Adresshandel über die Schweiz den Datenschutz auf?

Datenschutz Brief Marketing

Es kommt vor, dass man Werbung von Unternehmen erhält, mit denen man bisher noch keinen Kontakt hatte. Schnell stellt man sich die Frage, woher die Firmen die Adressdaten bezogen haben und wie es eigentlich mit dem Datenschutz aussieht.

Wir sind der Sache einmal nachgegangen. Ein Werbeschreiben der Commerzbank sollte uns für ein Aktiendepot begeistern. Wir sind weder Kunde dieser Bank, noch haben wir in irgendeiner Form Kontakt zur Commerzbank aufgenommen.

Die erste Rückfrage nach dem Grund des Anschreibens und der Herkunft unserer Daten bei der o.g. Institution wurde vom Qualitätsmanagement mehr oder weniger ausgiebig beantwortet:

Sie bitten uns um Informationen zu den Daten, die wir zum Versenden von personalisierter Werbung … verwendet haben.

Ein Teil der Adressen für unsere Werbesendungen wird uns von Adressverlagen zur einmaligen Nutzung überlassen.

Eine zweite Nachfrage mit Berufung auf §10/34 BDSG nach der Herkunft unserer Daten wurde dann schließlich doch beantwortet:

… es tut uns leid, dass Sie mit unserem Schreiben vom 3. November 2015 nicht zufrieden sind.

Wir werden die von Ihnen angesprochenen Punkte deshalb erneut prüfen und kommen schnellstmöglich wieder auf Sie zu.

Nach zwei Tagen Wartezeit dann jedoch wieder eine nicht wirklich zufriedenstellende Antwort.

Es tut uns leid, dass wir mit unserer E-Mail vom 3. November 2015 nicht alle Fragen beantwortet haben.

Sie wünschen die Auskunft welcher Adressverlag uns Ihre Daten zur Verfügung gestellt hat.

Das Auskunftsersuchen nach § 34 BDSG kann nur bei Kunden der Commerzbank angewandt werden, da es sich hier um Informationen von Kontenbezogenen Daten handelt.

Um eine Antwort auf Ihre Frage zu erhalten wenden Sie sich bitte an den Adressweiterleiter. Diesen finden Sie auf dem Werbeanschreiben unter der Fußnote 1. Über diesen gelangen Sie zu dem Adressverlag, der Ihre Daten weitergeleitet hat.

Ein Werbeschreiben, dass von der Commerzbank verschickt wurde und nun darf nichts darüber gesagt werden? Das finden wir dann doch etwas komisch und wenden uns wie aufgefordert an den genannten „Adressweiterleiter“:

Acxiom Deutschland GmbH
Martin-Behaim-Straße 12
63263 Neu-Isenburg

Da keine E-Mail genannt wurde, schreiben wir einen Brief. Einige Tage später meldet sich die Firma Axciom Deutschland GmbH mit einem Antwortschreiben. Erstaunlicherweise wird mir hier ein weiteres Unternehmen als Adresslieferant genannt:

GEMINI DIRECT marketing solutions GmbH
Black-u.-Decker-Str. 17c
65510 Idstein

Weiter heißt es:

Der Listowner wurde über Ihren Werbewiderspruch informiert, damit Ihre Daten von dort nicht mehr für Werbezwecke dritter Unternehmen zur Verfügung gestellt werden.

Wie gewünscht bestätigen wir Ihnen, dass wir Ihre Adresse gemäß §35 Abs. 3 Nr. 2 BDSG bei uns für weitere Verwendung gesperrt haben.

 

Unsere Adresse im Ausland

In Folge dessen haben wir die GEMINI DIRECT angeschrieben. Im Antwortschreiben heißt es:

Eine Verarbeitung von Adressen für Werbezwecke ist nach den §§ 28, 29 des Bundesdatenschutzgesetzes grundsätzlich zulässig.

Um den Anforderungen des Datenschutzes zu entsprechen, bedienen sich diese Firmen eines neutralen Direktwerbeunternehmens, bei dem die Adressen verarbeitet werden. Dadurch werden die Daten zu keinem Zeitpunkt an das werbetreibende Unternehmen übermittelt. Das werbetreibende Unternehmen gelangt erst dann an Ihre Adressdaten, wenn Sie persönlich auf das von Ihnen erhaltene Werbeschreiben reagieren.

Ihre Anschrift wurde uns von der Firma

PlusMail Data Services
Postfach
8099 Zürich
Schweiz

zur Verfügung gestellt. Wir haben veranlasst, dass Ihre Anschrift auch dort für Werbezwecke gesperrt wird.

Also ging unser nächster Brief in die Schweiz zur Firma PlusMail Data Services. Einige Tage später erreichte uns folgende Antwort:

Die Adresse haben wir aus einem öffentlichen Verzeichnis im Internet selektiert. Diese Verzeichnisse sind für jederman frei zugänglich und unterliegen keiner Nutzungsbeschränkung.

Da stellt sich uns die Frage, wie hier die Gesetzeslage aussieht. Generell dürfen Firmen keinerlei zielgerichtete Werbung an Unternehmen versenden, wenn Ihnen keine Einwilligung vorliegt. Der Umweg über die Schweiz und die unübersichtliche Weitergabe über mehrere Adresshändler macht die Wege undurchsichtig. Alle oben genannten Firmen versicherten, die Adressen auf interne Sperrlisten zu setzen. Wir sind gespannt, woher der nächste Werbebrief kommt…

 

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Wenn Microsoft aus Indien anruft…

Bluescreen Microsoft Betrug aus Indien

Wir haben bereits über zahlreiche Fälle berichtet, in denen ein Anrufer, meistens aus Indien oder Pakistan, sich als Microsoft-Mitarbeiter ausgibt um den Angerufenen über ein Problem mit seinem Rechner zu helfen berichten. Ziel der Anrufe ist es, sich über einen angeblichen Virenfund Zugang zum Rechner zu verschaffen. In einigen Fällen wird der Rechner dann mit Schadsoftware infiziert um ihn später für andere kriminelle Machenschaften zu verwenden, in anderen Fällen wird direkt eine Software installiert, die den Rechner erst nach Zahlung einer Gebühr wieder für den Nutzer freigibt.

Heise.de berichtet nun über eine neue Vorgehensweise mit gefälschten Bluescreens. Hier geht es zum Artikel: http://www.heise.de/newsticker/meldung/l-f-Falsche-Microsoft-Techniker-simulieren-falsche-Bluescreens-2760509.html

In den Kommentaren des Artikels befindet sich auch ein Link zu einem Live-Video, das ein vermeintliches Opfer während der Rechnerübernahme gefilmt hat. Interessant ist das dreiste Vorgehen der Betrüger:

07:17 Rechnersteuerung übernehmen
08:17 Unbeaufsichtigter Zugriff wird eingerichtet
10:09 Programm wird übertragen
15:41 Der Herr stellt sich als Vizepräsident von MS vor https://www.linkedin.com/pub/brad-smi…
16:45 Dateiübertragung ist abgeschlossen
17:02 Iobit Advanced Windowscare V2 wird installiert Die Version ist für die gewerbliche Nutzung nicht freigegeben Der Herr macht sich hier also Strafbar
18:29 Sicherung über die Windowswiederherstellung wird abgelehnt
18:45 Scan wird gestartet
28:17 Scan beendet
30:18 tree-befehlt liste Verzeichnistruktur von Lauferk C: auf
31:45 tree hat angeblich jede menge virale Files gefunden angeblich über 900000 junk-files auf Laufwerk c: dabei sind auf c: noch nicht einmal 30000 Files Wo kommen dann die 900000 Dateien her ? der Text wurde wohl eingegeben, bzw. übetragen wärend tree lief es war nämlich keine Textausgabe, sonder eine Eingabe
34:01 Der Herr macht mir ein Angebot für eine Sicherheitssoftware
50:29 Monitortreiber von Teamviewer wird installiert, damit er arbeiten kann, ohne daß ich sehen kann, was ermacht
53:41 Registrierungsseite für Western Union wird Manipuliert
60:57 Windows wird mit einem Sartkennwort versehen, ohne das ich den PC nicht mehr benutzen kann

Auch der Stern warnt inzwischen in einem Artikel vor den Anrufern: http://www.stern.de/digital/computer/microsoft–betrueger-zocken-windows-nutzer-mit-fake-bluescreens-ab-6357856.html?utm_source=facebook-fanpage&utm_medium=link&utm_campaign=240715-1345

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Callcenter-Abzocke im SWR

Callcenter Abzocke

„Abzocker am Telefon – Die Callcenter Connection“ titelte die Sendung heute Abend im SWR-Fernsehen.

Den Beitrag findet ihr unter: http://swrmediathek.de/player.htm?show=f331fbc0-0442-11e5-ba78-0026b975f2e6

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Anruf-Info jetzt auch in Österreich und der Schweiz

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Anruf-Info.de hilft seit nun mehr als 3 Jahren, den Telefonterror in Deutschland als unabhängige Bewertungsplattform zu bekämpfen. Zahlreiche dubiose Telefonummern konnten bereits abgeschaltet und kuriose Abzockmethoden aufgedeckt werden.

Nun ist unsere Rückwärtssuche auch gezielt in Österreich und der Schweiz möglich – hierfür wurden die Domains www.anruf-info.at und www.anruf-info.ch eingerichtet. Die unabhängigen Webseiten dienen auch in diesen Ländern dazu, Telefonterror, Kostenfallen und Aboabzocken zu vermeiden.

Auch unser Partnerportal www.telefonspion.de ist diesen sinnvollen Schritt gegangen. Auf www.telefonspion.at und www.telefonspion.ch steht der Dienst auch nun den Österreichern und Schweizern offen.

Stern mit interessantem Artikel: Wie Werbeanrufe in den Wahnsinn treiben

Stern Autorin Katharina Grimm hat Ihre ganz eigenen Erfahrungen mit dem organisierten Telefonterror der Telefonmafia gemacht. In Ihrem Artikel schreibt Sie zur aktuellen Gesetzeslage und gibt die Tipps der Polizei weiter:

1. Datum, Uhrzeit und Grund des Anrufers samt Unternehmen und Rufnummer notieren. Mit diesem Daten sollten sich Betroffene an eine Verbraucherschutzorganisation wenden – denn die kennen sich (leider) inzwischen sehr gut aus.

2. Achtung: Wer sich telefonisch einen Vertrag aufschwatzen lässt, sollte sich juristisch beraten lassen, denn solche Verträge sind gültig.

3. Nur so wenig Daten herausgeben, wie nötig. Wer seine Mail-Adresse in zahllosen Newslettern und Gewinnspielen einträgt, hat schnell ein übervolles Postfach.

4. Niemals die Kontoverbindung rausrücken!

5. Wer der Nutzung der Telefonnummer für Werbezwecke zugestimmt hat, kann dies jederzeit widerrufen. Das geht auch telefonisch.

Quelle: http://www.stern.de/wirtschaft/news/verbotener-telefonterror-wie-werbeanrufe-in-den-wahnsinn-treiben-2140203.html

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Was tun bei Rufnummernmissbrauch?

Jeder kennt die Situation: Das Telefon klingelt und am anderen Ende meldet sich ein Callcenter mit einer angeblichen Gewinnmitteilung oder ein Tonband fordert einen auf, eine hochpreisige Sonderrufnummer anzurufen, teils mit einer frei erfundenen Geschichte zum Ködern des Anrufers. Doch was mache ich, wenn ich so einen Anruf erhalten oder gar finanziellen Schaden davongetragen habe?

In so einem Fall sollte man sich an die Bundesnetzagentur wenden. Die Behörde hat bei rechtswidriger Nummernnutzung die Befugnis, eine Telefonnummer zu sperren oder Strafen zu verhängen. Diese reichen von der Abmahnung bis zu Abschaltung und ziehen oft hohe Bußgelder nach sich. Verstöße liegen dann vor, wenn gegen die Vorschriften des Telekommunikationsgesetzes (§ 67 Abs. 1 TKG) oder das Gesetzt gegen unlauteren Wettbewerb (UWG) verstoßen wird. Das ist z.B. bei einer Aufforderung zum Rückruf auf eine hochpreisige Rufnummer der Fall. Auch unerlaubte Telefonwerbung stellt einen rechtswidrigen Einsatz (Rufnummernmissbrauch) dar.

Damit die BNA einschreiten kann, muss diese über den Vorfall informiert werden. Die Behörde bietet hierzu spezielle Online-Meldebögen an, die für beide Seite eine einfache Zusammenarbeit ermöglichen sollen. Damit eine Beschwerde wirklich nutzbar ist, sollten zusätzlich gesicherte Beweise, z.B. Einzelverbindungsnachweise, Screenshots von Rufnummernbeschreibungen, Gesprächsprotokolle, Faxprotokolle oder Aufnahmen des Anrufbeantworters.Sind die Beweise ausreichend, kann die Bundesnetzagentur eingreifen. Bei leichten Verstößen kommt es zu einer Abmahnung. Wurden durch rechtswidrige Rufnummernutzung massiv Gewinne erwirtschaftet, kann die BNA auch ein Rechnungslegungs und Inkassierungsverbot z.B. gegen die Netzbetreiber verhängen.

Die Maßnahmen werden hier veröffentlicht: http://www.bundesnetzagentur.de/cln_1411/DE/Sachgebiete/Telekommunikation/Verbraucher/Rufnummernmissbrauch/Massnahmenliste/Massnahmenliste-node.html

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Ausgezeichnet mit Prädikat der Initiative Mittelstand – Wir danken den Nutzern von Anruf-Info.de

Was für ein Tag – wir wurden mit dem Prädikat „BEST OF 2014“ der Innitiative Mittelstand – Innovationspreis-IT ausgezeichnet. Dafür möchten wir uns herzlich bei Euch, den Nutzern unserer Plattform bedanken.

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Datenleck bei Sky – Anrufer spähen Kontodaten aus

Der PayTV-Sender Sky hat am gestrigen Mittwoch bekanntgegeben, dass sich unbekannte Zugang zu den Kundendaten beschafft haben.

Seither häufen sich die Anrufe bei Sky-Kunden, bei denen mit unterschiedlichen Vorgehensweisen die Bankdaten verglichen werden sollen.

Wir warnen eindringlich davor, Kontodaten am Telefon herauszugeben oder zu bestätigen.

Folgende Rufnummer könnten mit dem o.g. Vorgehen zusammenhängen:

http://www.telefonspion.de/072266545633
http://www.telefonspion.de/072240069952

http://www.anruf-info.de/022139152047
http://www.anruf-info.de/072266545633

Telefonbetrug – Wie reagiert man bei betrügerischen Anrufen

Die Zahl der Telefonbetrugsfälle in Deutschland steigt rasant an. Doch wer einmal zu spät bemerkt, dass er ein Opfer einer Betrugsmasche wurde, ist als Verbraucher nicht vollkommen wehrlos. Wer schnell reagiert, kann nicht nur das eigene Bankkonto, sondern auch andere Verbraucher vor weiteren Straftaten des Anrufers schützen.

Unter dem Begriff „Telefonbetrug“ fasst man allgemein verschiedene Szenarien zusammen, die dem Verbraucher in irgendeiner Art und Weise um Geld oder Sachwerte zu erleichtern. Die häufigsten Fälle möchten wir kurz vorstellen:

 

Gewinnspielbetrug:

Der Anrufer meldet sich als Radio xyz oder sonstiger namenhaften oder erfundenen Institution mit der Nachricht, der Angerufene habe den Hauptpreis bei einem bestimmten Gewinnspiel gewonnen. Nach den üblichen Gratulationen folgt dann die Nachricht, dass für die Überführung des Geldes oder des Hauptpreises (oft sind es Oberklasse-Autos oder Luxusgüter) eine Vorabgebühr fällig sei. Diese soll über UKash (anonymes elektronisches Bezahlverfahren) an einen „Anwalt“ übermittelt werden. Gewinnspiel, Hauptpreis und Anwalt gibt es natürlich nicht.

Alternativ wird anstelle des Sachgewinns als Hauptpreis eine Traumreise in Aussicht gestellt. Um die Gebühren und anfallenden Steuern für den Gewinn zu begleichen, soll man ein Zeitschriftenabo abschließen. Mit der ersten Zeitschrift kommt dann tatsächlich ein Reisegutschein über 5% – bei einem unbekannten Reiseanbieter. Einziger Gewinner: Der Vermittler des Zeitschriftenabos – er kassiert vom Verlag eine nicht unerhebliche Prämie für den Abschluß des Abonnements.

 

Lockanrufe:

Lockanrufe sollen den Verbraucher dazu bringen, eine kostenpflichtige Mehrwertnummer anzuwählen. Oft werden hierbei automatisierte Telefonroboter eingesetzt, die mit gefälschter übermittelter Rufnummer bei einem Anschluss kurz anklingeln lassen und so den Anschlussinhaber neugierig und zu einem Rückruf animieren wollen. Häufig wird auch ein Sprachcomputer eingesetzt, der einem attraktive Prämien in Aussicht stellt, wenn man denn eine 0900er-Nummer anruft, die weitere Informationen bereit hält. Hier läuft oftmals auch nur ein Band – auf Kosten des Anrufenden.

Doch wie sollten Sie bei Lockanrufen/Kostenfallen reagieren?

Rufen Sie keine 0900er-Nummern an. Auch 0180-Dienste sind in Deutschland kostenpflichtig. Notieren Sie sich die Rufnummer und melden Sie den Versuch der Bundesnetzagentur. Die Behörde kann dafür sorgen, dass die Rufnummer abgeschaltet wird und ein Verfahren gegen den Betreiber eröffnen. Hier gibt es die vorgefertigte Formulare: http://www.bundesnetzagentur.de/cln_1912/DE/Sachgebiete/Telekommunikation/Verbraucher/Rufnummernmissbrauch/Beschwerdeeinreichen/beschwerdeeinreichen-node.html

Weitere Hilfen bei verdächtigen Telefonanrufen: http://www.anruf-info.de/was-tun-bei-telefonterror-spit-anrufspam.php

Sollten Ihnen dennoch Kosten entstanden sein, melden Sie sich umgehend bei Ihrem Telefonanbieter/Provider unter Angabe der Bearbeitungsnummer der Bundesnetzagentur. Oftmals werden Ihnen die Kosten nicht berechnet oder nachträglich erstattet. Wurde das Geld von Ihrem Konto eingezogen, veranlassen Sie Ihre Bank das Geld innerhalb von 4 Wochen zurückzubuchen. Informieren Sie aber vorab auf jeden Fall Ihren Provider und den Anbieter der 0900er Nummer unter Nennung des Sachverhalts.

 

Schockanrufe:

Seit einigen Monaten werden so genannte Schockanrufe getätigt. Der Anrufer gibt sich z.B. als Unfallzeuge auf und behauptet, der Sohn/ die Tochter des Opfers habe einen schweren Verkehrsunfall im Ausland gehabt und für die medizinische Versorgung sei dringend und schnell ein gewisser Geldbetrag nötig. Dieser wird dann auch prompt von einem „Notar“ abgeholt.

Hier sollten Sie vor allem die Nerven bewahren. Oft sind die Anrufer schauspielerisch geschickt und klingen recht glaubhaft. Überlegen Sie, ob Ihr Verwandter überhaupt im Ausland sein kann. Fragen Sie nach der Haarfarbe oder Frisur. Verlangen Sie, dass der Anrufer Ihnen eine Festnetznummer des Krankenhauses oder eine Rückrufnummer (keine Mobilfunknummer) nennt – alternativ vereinbaren Sie einen erneuten Anruf in 30 Minuten und informieren zwischenzeitlich die Polizei. Diese wird sich freuen, den angeblichen „Notar“ bei Ihnen zu Hause in Empfang nehmen zu können.

 

Unterscheidung: Telefonbetrug und unerlaubte Telefonwerbung

Beim Telefonbetrug haben es die kriminellen Anrufer auf das Geld der Verbraucher abgesehen. Unerlaubte Telefonwerbung hingegen versucht ein Produkt oder eine Dienstleistung an den Mann zu bringen. Solche Werbeanrufe sind nur zulässig, wenn der Verbraucher vorab ausdrücklich seine Einwilligung gegeben hat. Der Anrufende muss zudem seine Rufnummer übermitteln. Liegt ein Verstoß gegen diese Bedingungen vor, drohen dem Betreiber der Rufnummer empfindliche Geldstrafen – laut aktuellem Gesetzentwurf bis zu 300.000 €.

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Bundesrat beschließt neue Gesetze gegen Abzocke am Telefon

Der Bundesrat hat in einem neuen Gesetzpaket einen besseren Verbraucherschutz vor unseriösen Geschäftspraktiken im Internet und am Telefon beschlossen. Die Änderungen treten im Herbst 2013 in Kraft.

Neben zahlreichen Änderungen im Inkassomahnwesen und in der Gebührenordnung bei Abmahnungen werden die Bußgelder für unerlaubte Werbeanrufe von 50.000 auf bis zu 300.000 Euro erhöht. Dies gilt auch für automatisierte Anrufverfahren / Anrufmaschinen. Am Telefon abgeschlossene Gewinnspielverträge sind nur wirksam, wenn sie in Textform abgeschlossen werden.

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